Fehler
Fehler
Fehler

Termine


Schulautonome Tage für das Schuljahr 2018/19:

29.10.2018
30.10.2018
31.10.2018


Öffnungszeiten
der Direktionskanzlei

09.07. bis 15.07.2018
17.07. bis 19.07.2018
30.07. bis 31.07.2018
28.08. bis 29.08.2018
05.09. bis 07.09.2018

Von 09.00 bis 12.00 Uhr

 

Terminkalender 2. Semester

DUBLIN – IRLANDRUNDREISE der 6A + 6B    

Burkard Poschinger

Mitte März 2015 hoben die Schülerinnen und Schüler der 6A und 6B gemeinsam mit Prof. Kathrin Maurer, Prof. Ingrid Rumpf und Prof. Burkard Poschinger in Bratislava zur achttägigen Sprachreise nach Irland ab. Vorfreude und Nervosität waren groß – so waren einige noch nie geflogen, andere wiederum hatten noch nie das Privileg genossen, solch eine Sprachreise organisieren und leiten zu dürfen.

Gleich nach der Ankunft am Aerfort Bhaile Átha Cliath, wie der Flughafen Dublin auf Irisch heißt, machten wir Bekanntschaft mit unserem Driver-Guide Gerry Wallace, einem gemütlichen Iren mittleren Alters, der uns gleich freundschaftlich begrüßte und von der Ankunftshalle zu seinem, im Inneren erdig duftenden, roten Finnegan-Bus auf einen der zahlreichen Parkplätze des Flughafengeländes geleitete. In seiner Obhut sollten wir in den nächsten Tagen auf unserer Rundreise viel Zeit zusammen verbringen.

Der Anreisetag hatte es in sich: Direkt vom Flughafen fuhren wir quer über die „Grüne Insel“ in die Kleinstadt Galway, wo wir in der dortigen „Sleepzone“, einer engen Jugendherberge, sogleich nach der Ankunft unser Nachtlager aufschlugen.

Aran Islands
Gleich am nächsten Morgen stand ein erstes Highlight auf dem Programm: die Aran Islands, eine kleine, der Westküste vorgelagerte Inselgruppe, deren Hauptinsel namens Inishmore das Ziel unseres Tagesausfluges darstellte. Die Überfahrt mit einer voll besetzten Fähre gestaltete sich dank des bisweilen auftretenden, dem Wellengang geschuldeten flauen Gefühls in der Magengegend als sehr kurzweilig. Unmittelbar nach der Ankunft ging es zum Fahrradverleih, wo bereits 37 irische Drahtesel darauf warteten, von uns gesattelt zu werden. Nach kurzen Probefahrten und einem Crash-Kurs über die Tücken des Linksverkehrs, machten wir uns auf zum Dún Aonghasa, einem bronzezeitlichen Fort. Nach einigen wenig anstrengenden Kilometern entlang der Küstenstraße mussten wir unsere fahrbaren Untersätze abstellen und zu Fuß auf einen langgezogenen Hügel hinaufwandern. Bereits auf halber Strecke war ein martialisches Grollen zu vernehmen, welches von den an die Klippen donnernden Wellen des Atlantischen Ozeans verursacht wurde. Beim Erreichen der Anhöhe verschmolz die imposante Soundkulisse mit den sich nun offenbarenden, steil abfallenden, an die 90 Meter hohen, ungesicherten Klippen, an deren Rand Dún Aonghasa vor etwa 3000 Jahren erbaut worden war, zu einem spektakulären Natur- und Kulturschauspiel samt Gänsehautfeeling.

Der nächste Tag verlief weniger spektakulär, jedoch nicht minder spannend, sollte doch am Abend das Treffen mit den Gasteltern stattfinden. Zunächst mussten wir jedoch Richtung Dublin zurück. Auf dem Weg dorthin besichtigten wir am Vormittag die Klosteranlage Clonmacnoise, am Shannon River gelegen, quasi in der Mitte Irlands. Ebenfalls auf der Reise nach Dublin machten wir Station in der Kilbeggan Distillery, wo wir in die Kunst der Whiskey-Herstellung eingeführt wurden.

Am Abend erreichten wir die Sprachschule in Dún Laoghaire (Dun Liery gesprochen), einem Vorort Dublins, wo wir Bekanntschaft mit dem Direktor der ALL-Sprachschule machten, welcher in unnachahmlicher Art eine kabarettreife Begrüßungsrede „performte“. Direkt danach stieg nochmals der Puls, als nämlich nach und nach die Gasteltern zur Abholung der zugeteilten Schülerinnen und Schüler erschienen und diese ganz einfach mit nach Hause nahmen.

Sprachschule

Nächster Tag: St. Patrick’s Day. Jemandem, der es noch nicht selbst erlebt hat, kann man nicht zutreffend vermitteln, was sich an jenem Tag in Dublin bzw. in Irland abspielt; ein Meer aus mehreren hunderttausend grün gekleideten Menschen ergießt sich in den Straßen und versucht, einen der begehrten Plätze in den vorderen Reihen zu ergattern, um der mehrstündigen Parade nicht über eine der zahllosen Videowände folgen zu müssen. Trotz des Massenauflaufs und der Tatsache, dass wir fast alle gerade zum ersten Mal überhaupt in Dublin waren, kamen alle zum vereinbarten Treffpunkt bei der Oscar Wilde Statue am Merrion Square und folglich zeitgerecht zum Abendessen nach Hause zu den Gastfamilien.

Im Nachhinein betrachtet ist mir unklar, wie wir es geschafft haben, für den nächsten Morgen zwei Guides zu engagieren, da eine Vielzahl der Iren noch massiv unter den Folgen der Feierlichkeiten des Vortages zu leiden hatte. Besonders deutlich wurde dies, als wir den Bezirk Temple Bar, das Dubliner Pendant zum Grazer Bermuda-Dreieck, in Augenschein nahmen, wo der eine oder andere noch immer am Feiern war. Trinity College, Molly Malone, die Ha’penny Bridge oder The Spire (liebevoll „Stiletto in the ghetto“ genannt) waren weitere Stationen unseres Stadtrundganges, der uns einen guten Überblick über den Aufbau Dublins verschaffte.

St.Patricks Day
Am nächsten Morgen wurde erstmals die irische Schulbank gedrückt. In zwei Gruppen wurde am Vormittag hauptsächlich an den Conversation-Skills gearbeitet, der Rest des Tages war wieder mit interessanten, wenn auch gegensätzlichen Programmpunkten gespickt: zum einen die St.Patrick’s Cathedral am Nachmittag, zum anderen der Besuch eines Greyhound Race, eines Hunderennens am Abend. Letzteres brachte die Erkenntnis, dass Lemon Lucy, Quinton Abu, Beaming Jan oder Patterdale Star trotz hervorragender Quoten nicht zwangsläufig als Erster die Ziellinie überqueren müssen…

Am letzten Tag vor unserer Abreise stand am Vormittag wieder Unterricht in der Sprachschule mit anschließender Verleihung der wohlverdienten Teilnahme-Urkunden am Programm. Der Nachmittag war für eine Irish Dance Party in der Keller-Bar des Arlington Hotel reserviert, wo eine motivierte junge Tänzerin, unterstützt von einem Singer-/Songwriter mit unaussprechlichem Namen versuchte, den eigens aus Österreich angereisten jungen Leuten das Volkstanzen nach irischer Tradition beizubringen – mit überschaubarem Erfolg.

Aus Sicht des Lehrers muss ich an dieser Stelle erwähnen, dass es retrospektiv ein Leichtes war, mit solch einer disziplinierten, selbstständigen, lässigen Gruppe unterwegs zu sein. Damit meine ich sowohl Schülerinnen und Schüler als auch meine Kolleginnen!

Login

Suche nach Inhalten

Hilfreich